Woche eins nach dem Brexit

Wirtschaftliche Auswirkungen nach Brexit. Überlegung über Parlamentsauflösung in Venezuela.

01.07.2016

Eine Woche nach dem Brexit-Votum der Briten ist die Insel politisch immer noch in Aufruhr, egal in welchem Lager. Millionen Briten verlangen in einer Petition ein zweites Referendum, weil sie mit dem Austritt nicht einverstanden sind. Brexit-Befürworter Boris Johnson, der als Nachfolger des scheidenden Premierministers David Cameron gehandelt wird, sprach laut "Spiegel" weiter beruhigend von einem freien Handel und dem Binnenmarkt, der trotz Austritt bestehen würde. Das ist aber noch lange nicht gesetzt. Nach innerparteilichen Auseinandersetzungen bei den britischen Konservativen hat Boris Johnson nun den Rückzug angetreten. Er wird nicht für das Amt des Premierministers kandidieren, so die "Zeit".

Klar ist, dass der Brexit deutliche wirtschaftliche Auswirkungen haben wird. Eine Schlüsselposition behält der britische Finanzsektor, davon ist der Präsident des ifo-Institutes Clemens Fuerst überzeugt. Seine Position legte er in einem Interview mit dem Deutschlandfunk dar. Die wirtschaftlichen Beben nach dem Brexit sind erst einmal verebbt. Dennoch gibt es weitere Unsicherheiten, die die Staatschefs der EU-Länder auszuräumen versuchen. Unklar ist weiterhin, wann das formelle Austrittsgesuch Großbritanniens die EU erreichen wird - vor oder nach dem Rücktritt David Camerons. Die EU macht jedenfalls Druck, um die Briten nicht in eine günstigere Verhandlungsposition kommen zu lassen.

Auf die direkten wirtschaftlichen Folgen des Brexits war niemand vorbereitet, auch nicht der Finanzmarkt. Die Folgen erschüttern bis heute den Aktien- und Devisenhandel. Und es wird auch in nächster Zukunft deutlich negative Auswirkungen vor allem auf die britische Wirtschaft haben, sagen Experten. Sie prognostizieren ein Schrumpfen der Inselwirtschaft. Zum Beispiel durch Zölle, die die EU wahrscheinlich auf britische Produkte erheben wird. Infolge der Brexit-Diskussion reagiert der Aktienmarkt derweil weiter nervös. Der Dax schwankt im Moment stark, obwohl die Notenbanken bereits signalisiert hatten, dass sie für Notfälle genügend Rücklagen gebildet haben.

Auch die Situation in Venezuela ist weiterhin kritisch. Die sozialistische Regierung Maduro zieht eine Auflösung des Parlamentes in Betracht, weil die konservative Opposition darin die Mehrheit innehat. Das meldet unter anderem die deutschsprachige Agencia Latinapress. Seit dem Ölpreisverfall verfällt auch das Land immer mehr, hinzu kommt eine Dürre. Die Lebensmittelpreise sind explodiert, die Inflation ist extrem hoch, die Wirtschaft befindet sich kurz vor dem Kollaps. Kinder sterben wegen Medikamentenmangels. Auch die staatliche Ölindustrie leidet darunter. Der Ölkonzern PDVSA hat mittlerweile einen Schuldenberg in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar angehauft, so das Forbes Magazin.   Die Produktion könnte in desem Jahr um 500.000 Barrel pro Tag fallen, so das Fachmagazin OilPrice.com.

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