Zinsen-Tiefststand nachteilig für Heizölpreise

EU-Kartellkommission prüft, ob Preise des vergangenen Jahres rechtens waren. Verdacht unter anderem auf illegale Preisabsprachen.

17.05.2013

Die Europäische Zentralbank senkt die Leitzinsen und der Euro folgt dem Zins in den Keller - keine gute Zeit für Heizölkunden, denn das verteuert die Zukäufe. Die schlechten Konjunkturdaten im Euroraum tragen auch nicht dazu bei, dass die Währung an den Börsen wieder Vertrauen genießt, zeigt die Zinssenkung doch aus Sicht der Händler, dass die Maßnahmen zum Ankurbeln der Wirtschaft in Europa in den vorangegangenen Monaten versagt haben. Demzufolge ging der Preis für den Brennstoff in dieser Woche tendenziell wieder aufwärts, auch wenn augenscheinlich genügend Öl vorhanden ist. 

Ob alle Preise, die in den vergangenen Jahren die Märkte bestimmten, überhaupt rechtens waren, untersucht derzeit eine EU-Kartellkommission. Sie hat Büros von drei Ölkonzernen durchsucht, da Verdacht auf illegale Preisabsprachen und Weitergabe falscher Zahlen an Preisagenturen bestehe, meldete die "Süddeutsche Zeitung". Bestätigt sich der Verdacht, hätte auch die europäische Ölbranche ihren Finanzskandal.

Immerhin gibt es langfristig gute Nachrichten von Seiten der Internationalen Energieagentur (IEA). Danach wird Öl in den kommenden Jahren nicht knapp, sondern steuert eher auf ein Überangebot zu. Vor allem die modernen Fördermethoden, mit denen in den USA und Kanada Öl gefördert wird, würden dazu beitragen, den Einfluss des OPEC-Kartells zurückzudrängen, so die IEA - Stichwort Fracking und Ölsand, zwei Methoden, die ökologisch höchst umstritten sind, jedoch neue Reserven in zuvor unwirtschaftlichen Erdschichten erschließen. Ein Überangebot klingt zunächst nach günstigeren Preisen für Öl und alle Ölprodukte, doch ist davon auszugehen, dass die OPEC darauf reagieren wird - schon jetzt konzentriert sie sich bei ihrer Ausfuhr eher auf den asiatischen Raum.

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