Zuversicht am Markt

Öl-Nachfrage steigt. Waldbrände in Venezuela und Kanada bewirken Produktionsausfälle.

10.06.2016

Trotz der gescheiterten Förderbremse scheint der Markt derzeit zuversichtlich zu sein, dass die Überproduktion durch höhere Nachfrage ausgeglichen wird. Bei den Öl-Aktien winken jedenfalls nach Ansicht der Wirtschaftswoche wieder Gewinne. Als Beispiel führt das Blatt den Konzern Total an, der noch immer relativ hohe Renditen garantiert, weil der Konzern entsprechende Rücklagen hat. Weil die Konzerne rechtzeitig gekürzt und Investitionen heruntergefahren haben, sind sie durch den niedrigen Ölpreis nicht allzu sehr in Schieflage geraten. Jetzt steigen die Preise wieder - Zeit, zu investieren.

Allerdings steigen mit höherem Barrel-Preis auch wieder die Chancen, dass die USA zu ihrem Schieferöl zurückkehrt. Die Zahl der Bohrvorhaben hat sich jedenfalls schon wieder etwas erhöht, meldet der Branchendienst Baker-Hughes. Ihren Anteil an den steigenden Preisen haben weiterhin die Anschläge von Rebellen auf nigerianische Ölpipelines. Der Konflikt dreht sich um die ungleiche Verteilung des ölbedingten Reichtums in dem Land, weshalb die Rebellen die Förderanlagen und Pipelines lahmlegen wollen. Der nigerianische Öl-Output fällt und fällt, so das Wall Street Journal. 160.000 Barrel pro Tag weniger produziert das Land im Augenblick, insgesamt fällt auch die Produktion der Opec nach Berechnungen des Wirtschaftsdienstes Bloomberg. Weitere Produktionsausfälle verzeichnen Venezuela und Kanada durch die Waldbrände. Wie der Preis jedoch in einigen Wochen aussieht, darin sind sich die Experten laut Handelsblatt nicht einig. 

All dies führt dazu, dass die Analysten die Lage derzeit etwas sonniger einschätzen und die Ölpreise steigen. Gleiches gilt dann natürlich auch für den Heizölpreis. Da dieser vom Dollar abhängig ist, hat auch er einen Einfluss auf den Preis für den Brennstoff. Im Moment sieht es relativ gut für den Verbraucher aus: Die voraussichtlich eher zögernde Haltung der US-Fed bei der Anhebung der Leitzinsen in den Vereinigten Staaten stützt den Euro. Er kostete in dieser Woche 1,13 US-Dollar. Die für Juni vermutete Zinserhöhung tritt wohl doch nicht ein. Jedenfalls nicht so schnell wie gedacht.  Grund dafür waren Arbeitsmarktdaten aus den USA. Diese sind erschreckend schlecht ausgefallen, wie das Handelsblatt mitteilt. Weniger Arbeitsplätze bedeutet auch weniger Ölnachfrage. Offenbar erholt sich die US-Wirtschaft doch langsamer als gedacht. Nun werden wieder die nächsten öffentlichen Worte von Fed-Chefin Janet Yellen genau seziert, um einen Hinweis auf die Pläne der Fed zu bekommen.

Insgesamt ist die Lage für den Heizölverbraucher also recht gut, auch wenn derzeit die Heizölpreise steigen. Wie lange die Produktionsausfälle nachhalten, ist unklar. Die Schweizer Handelszeitung hat Meinungen von Experten zur Entwicklung des Ölpreises gesammelt. Interessant bleibt das Verhalten der US-amerikanischen Produzenten: weiten sie ihre Produktion wieder aus, wenn der Preis weiter steigt, dürften sie dafür sorgen, dass er mittelfristig wieder sinkt. 

Doch der niedrige Ölpreis treibt auch andere Blüten: Er ist gut für die Umwelt. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat etwa Shell Bohrlizenzen an eine Umweltorganisation abgegeben. Das ist freilich nicht aus Sorge um die Umwelt geschehen, sondern aus wirtschaftlichem Kalkül - das Bohren in der Arktis lohnt sich schlicht nicht mehr. Shell und alle anderen Ölkonzerne müssen zwangsläufig in dieser Niedrigpreisphase sparen und Investitionen kappen oder zurückfahren. Dazu gehört auch das umstrittene Fracking, das sich bei diesen Preisen nicht mehr oder nur noch in geringem Maße lohnt.

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