Zuversicht und Unruhe machen sich breit

Trump-Administration unterstützt Keystone-Pipeline. Opec glaubt an die Förderbegrenzung.

27.01.2017

Die Trump-Administration beginnt mit ihrer Arbeit - und das in hohem Tempo. Ein erster Schritt der Trump-Administration im Kampf gegen die ökologische Agenda der Obama-Regierung erfolgte bereits: Die Webseite der Umweltschutzbehörde EPA beinhaltet seit keinerlei Angaben mehr zum Klimawandel. Chef der Behörde ist nun ein erklärter Gegner der EPA, Scott Pruitt. Auch von anderen Medien sind Angaben, Tweets und Zahlen zum Klimawandel mittlerweile verschwunden. Stattdessen twittern die Mitarbeiter nun Daten des Klimawandels von privaten Accounts aus. Auch die von Obama gestoppte Keystone-Pipeline wird reaktiviert, ein Vorhaben, das Kanada unbedingt begrüßt. Darüber berichtete unter anderem der Wirtschaftsdienst Bloomberg.

Hinzu kommt, dass US-Präsident Trump einen Erlass unterzeichnete, wonach die USA aus dem transatlantischen Handelsabkommen TPP aussteigen wird. Dies wurde in China mit Freude zur Kenntnis genommen, denn nun könnte das Land den Platz der USA in diesem Abkommen einnehmen. Zuor müsste es allerdings neu verhandelt werden. Entsprechende Signale kamen auch von anderen Partnern wie Australien. Ein Schritt, der nicht im Sinne der USA sein dürfte, wie auch ein Kommentar in der Neuen Zürcher Zeitung schildert. Die Globalisierung wird Trump nicht aufhalten, er wird lediglich das Festlegen der Spielregeln anderen überlassen - darunter China, dem Land, das Trump zu seinem Gegner erklärt hat.

Nach Angaben der Opec schreiten die Produktionskürzungen in den Ländern, die unter die Vereinbarung fallen, viel schneller voran als gedacht. Angepeilt war eine um 1,8 Millionen Barrel niedrigere Tagesproduktion. Diese könnte bereits bald eingetreten sein. Gleichzeitig fährt allerdings die USA ihre Schieferölmengen wieder hoch und produziert mehr als im vergangenen Jahr. Die Zahl der Öhlbohranlagen in den USA ist deutlich gestiegen, Baker-Hughes meldet, von 522 auf 551 Anlagen in dieser Woche - kein Wunder, dass die US-amerikanische Ölindustrie deutlich positiv in das neue Jahr blickt. Das könnte den Ölpreis trotz der Produktionsdrosselung in Opec- und Nicht-Opec-Ländern wieder unter Druck setzen.

Auch Trump ist zuversichtlich: Er will Amerika wieder unabhängig von Opec-Öl machen. Ob das jedoch gelingt, ist fraglich, so OilPrice.com. Bereits Richard Nixon versprach Ölunabhängigkeit. Noch immer haben die wöchentlichen Zahlen des Department of Energy einen großen Einfluss auf die Ölpreise weltweit. Jetzt müsste Trump von außerhalb der Opec ca. 3 Millionen Barrel täglich ordern, um die Unabhängigkeit von Opec-Öl zu gewährleisten, so das Fachportal.

Die Heizölpreise bewegen sich seit ca. 20 Tagen in einem engen Korridor, ein richtiger Ausbruch nach oben oder unten ist nicht zu verzeichnen. Die aktuelle, erratische Politik der Trump-Regierung verunsichert allerdings im Augenblick den Markt und die Börsen weltweit. Inwieweit dies Einfluss auf den Ölpreis haben wird, muss sich erst noch zeigen. Im Augenblick dominiert auf jeden Fall die Zuversicht der Opec, der an der Vereinbarung beteiligten Nicht-Opec-Staaten und die Zuversicht der neuen US-Regierung, dass sie ihre Energie-Agenda durchsetzen wird. Auch gegen Widerstände.

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