Zweiter Anlauf für eine Förderdeckelung

Weiterhin Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Heizölpreis steigt.

19.08.2016

Nach einer Woche Preissteigerung konsolidieren die Ölpreise nun wieder, nachdem Brent einen neuen Höchststand über 51 Dollar pro Barrel erreicht hatte. Ausgelöst hatten diesen Preisanstieg Äußerungen aus Saudi-Arabien, wonach eine erneute Konferenz der Förderländer bevorstehen könnte. Inwieweit diese erfolgsversprechend sind, ist allerdings unklar. Noch immer gibt es Spannungen zwischen dem Königreich und dem regionalen Rivalen Iran, der auch über den Ölpreis ausgetragen wird. In einem ersten Anlauf, der darauf abzielte, die Förderung zu deckeln, erteilte der Iran diesen Plänen eine Absage.

Die offizielle Begründung: Das Land habe noch nicht sein Förderniveau, das vor dem internationalen Embargo herrschte, erreicht. Das könnte allerdings nun anders aussehen, denn Teheran fördert immer mehr Öl und hat sich nun auch ausländischen Investoren geöffnet. Erreicht es bald sein gewünschtes Förderniveau, stehen die Chancen für eine Einigung nicht schlecht. Andererseits kämpfen die Förderländer allesamt mittels der entfesselten Förderung um Marktanteile, Saudi-Arabien im Besonderen darum, die Förderung in den USA zu torpedieren. Die Vereinigten Staaten sollen wieder Öl im Nahen Osten kaufen und es nicht billig selbst mittel Fracking und Ölsand produzieren.

Das wiederum macht eine Einigung schwierig. Um sich neue Absatzmärkte zu eröffnen, hat Saudi-Arabien nun sogar den Ölpreis für den asiatischen Markt gesenkt. Auf der anderen Seite entstehen neue Allianzen: Iran sucht die Nähe zu Russland, meldet die "Welt". Durch die Gewährung eines Kredites in Milliardenhöhe schickt der Kreml eine Botschaft nach Riad: Sollte Saudi-Arabien sich nicht auf eine Drosselung einlassen, hilft Russland dem Iran beim Wiederankurbeln seiner Wirtschaft, auch der Ölwirtschaft.Um sich nicht dauerhaft auf diesen Kampf einlassen zu müssen, will Saudi-Arabien mittelfristig weg vom Öl. Das Projekt aber kommt nicht in die Gänge, meldet die "Deutsche Welle".

Die erhöhten Ölpreise reagieren allerdings auch auf die Lagerdaten der USA. In dieser Woche hatte das American Petroleum Institute einen erneuten Anstieg der Pegel gemeldet. Stattdessen fielen sie nach den offiziellen Behördenangaben. Das bewirkt insgesamt auch einen Anstieg des Heizölpreises. Der Euro konnte diese Bewegungen nicht bremsen, er gewann leicht gegenüber dem US-Dollar. Wann die US-Fed ihren nächsten Zinsschritt vollziehen wird, ist noch unklar - und dies trotz einer anziehenden Konjunktur in den Vereinigten Staaten. Die weltweiten Unsicherheiten am Finanzmarkt sind offenbar noch zu hoch.

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