Zwischen Hoffnung und Skepsis

Warten auf Konferenz zwischen Opec- und Nicht-Opec-Ländern. Korruptionsskandal um Petrobas.

15.04.2016

Noch wird spekuliert, was das Zeug hält. Der Ölmarkt wartet gespannt auf die Doha-Konferenz am Sonntag. In dieser Woche bestimmte die bevorstehende Konferenz, Äußerungen im Vorfeld sowie die US-Lagermenge an Rohöl das Geschehen am Ölmarkt. Die aktuellen Lagerzahlen aus den USA drückten zuletzt den Preis: Das Department of Energy vermeldete in dieser Woche ein Plus von 6,6 Millionen Barrel in den Tanks. Grund dafür sind vor allem die US-Importe, die sich erhöhten, während die eigene Förderleistung der Vereinigten Staaten zurückging. 

Alles Wissenswerte rund um das Treffen der Opec- und Nicht-Opec-Länder hat der Wirtschaftsdienst "Bloomberg" zusammengetragen. Daran teilnehmen werden neben den Initiatoren Russland und Saudi-Arabien, Katar und Venezuela die Förderländer Algerien, Angola, Aserbaidschan, Kolumbien, Ecuador, Indonesien, Irak, Kasachstan, Kuwait, Mexiko, Nigeria, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die USA, Kanada, China, Brasilien und Norwegen nehmen nicht teil. Nach wie vor fraglich ist das Auftauchen des Iran. Von ihm machte Saudi-Arabien einen Erfolg der Konferenz abhängig, sollte der Iran also seine Förderleistung nicht kappen, wäre eine Vereinbarung hinfällig. Iran nannte das bereits im Vorfeld "lächerlich". 

Für die Händler scheint das näher rückende Treffen von Opec- und Nicht-Opec-Staaten ein wenig Ruhe an den Markt zu bringen. Die gute Laune von Händlern angesichts ständig steigender Ölpreise ist allerdings verfrüht: sollte die Konferenz scheitern und keine Förderbegrenzung bringen, wird der Preis wieder fallen. Auch Russland stapelt vorsorglich tief vor der Konferenz: CNBC meldet, dass das Förderland keinen Preisanstieg durch einen Erfolg der Konferenz erwartet, sondern seinen Staatshaushalt auf einen Preis, wie er derzeit herrscht, ausrichtet.

Im Augenblick jedoch ist zumindest bei den Händlern die Zuversicht da, dass sich die Ölförderländer auf eine Begrenzung einigen werden. Das wird nicht das Überangebot abbauen, aber auch keine noch größere Ölschwemme entstehen lassen. Derzeit fördert die Welt mehr als 1,5 Millionen Barrel Rohöl mehr, als sie eigentlich benötigt. Nach den Worten des russischen Energieministers könnten auch andere Vorschläge als eine Deckelung auf dem Förderniveau von Januar dieses Jahres diskutiert werden. Das meldet das Handelsblatt. Im Augenblick werden täglich weltweit 1,5 Millionen Barrel Rohöl zu viel produziert. Das drückt auf die Preise und bringt die Ölindustrie in Schwierigkeiten.

Andere jedoch leiden an hausgemachten Problemen: der brasilianische Staatskonzern Petrobras zum Beispiel. Hier geht es nicht nur um die niedrigen Ölpreise, sondern auch im einen breitgefächerten Korruptionsskandal, der das Ölunternehmen - und daneben den brasilianischen Staat - fast in die Knie zwingt. Von den Einnahmen des Konzerns hängt ein Großteil des brasilianischen Staatshaushaltes ab. Laut Financial Times machte der Riese 10,3 Milliarden Dollar Verlust im vierten Quartal. Das bekommt die gesamte brasilianische Wirtschaft zu spüren, ebenso wie manch ehemaliger Öl-Hot Spot in dem Land, der plötzlich unter massiven finanziellen Schwierigkeiten leidet, wie die Frankfurter Rundschau es darstellt.

Gute Nachrichten für die gebeutelte Industrie kommen allerdings von der Internationalen Energieagentur (IEA). Die prophezeit, dass das Überangebot an Rohöl weltweit schon in der zweiten Jahreshälfte 2016 zurückgeht. Das meldet das Wallstreet Journal. Zurückzuführen sei dies auf die geringe Attraktivität neuer Bohrlöcher und ein Rückgang der Förderaktivität vor allem in den USA. Dafür habe der niedrige Ölpreis gesorgt, heißt es. 

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