Comoil Klimaschutzprogramm

Mit Ihrer Ölheizung in die Energiewende

Seit dem 20. September stehen die Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030. Das Klimakabinett hat sich auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, das zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen soll. Das Programm sieht eine sogenannte CO2-Bepreisung und die Förderung klimafreundlicher Heizsysteme vor. Wir fassen für Sie zusammen, was die Eckpunkte für Ihre Ölheizung bedeuten.

 

1. Die Eckpunkte sind keine verbindlichen Regelungen.

Mit dem Klimaschutzprogramm zeigt das Klimakabinett, wie Maßnahmen zum Klimaschutz aussehen könnten. Wirksam werden die vorgeschlagenen Inhalte allerdings erst nach Verabschiedung durch Bundestag und Bundesrat. Das Programm muss also zunächst das Gesetzgebungsverfahren passieren. Anlaufen soll der Prozess im Jahr 2019. Bis dahin können die Inhalte noch angepasst werden.

 

2. Ölheizungen haben auch in Zukunft Bestand.

Ihre bestehende Ölheizung können Sie auch künftig nutzen. Ein grundsätzliches Verbot ist nicht vorgesehen. Ölheizungen haben also weiterhin Bestand.

 

3. Neue Ölheizungen werden Teil von Hybridsystemen.

Laut Klimaschutzprogramm sollen neue Ölheizungen ab 2026 nur als Teil eines hybriden Heizsystems installiert werden dürfen. Das heißt, bis Ende 2025 können Sie Ihre geplante Heizungsmodernisierung wie geplant umsetzen. Ab 2026 ist dann voraussichtlich die Kombination einer neuen Ölheizung mit Erneuerbaren Energien notwendig, beispielsweise mit Photovoltaik- und Solarthermieanlagen. Geplant ist zudem die Einführung einer „Austauschprämie“, um die Umstellung zu fördern.

 

4. Heizungsmodernisierungen werden weiterhin gefördert.

Für den Einbau eines neuen Öl-Brennwertgeräts erhalten Sie nach wie vor eine staatliche Förderung. Noch bis mindestens Ende 2019 können Sie die Aktion „Besser flüssig bleiben“ nutzen. Mit Unterstützung des Instituts für Wärme- und Oeltechnik können sie sich ganz einfach Zuschüsse aus den passenden Förderprogrammen sichern.

 

Über Änderungen an den Inhalten des Klimaschutzprogramms und Neuigkeiten zur politischen Entwicklung halten wir Sie hier auf dem Laufenden.

Heizsysteme im KostenvergleichEinmalige Investitionskosten**Laufende Kosten*
Vorhandener Ölkessel ***-3.700€
Neues Öl-Brennwertgerät11.400 €2.975 €
Neues Gas-Brennwertgerät13.000 €3.130 €
Strom-Wärmepumpe (Luft-Wasser)24.850 €3.388 €
Fernwärme10.500 €3.350 €
Neue Pelletheizung28.200 €3.138 €

(Quelle: https://www.zukunftsheizen.de/energie-sparen/was-kostet-eine-neue-heizung.html)
* Laufende Kosten wie z.B. Brennstoffkosten inkl. Grundgebühr und Lagerverzinsung, Strombezugskosten, Vergütung
für ins Netz eingespeisten Solarstrom, Wartung und Reinigung von Kessel und evtl. Lagerbehälter, Schornsteinfegergebühren.
** Einmalige Investitionskosten (Komponenten unterschiedlich nach Heizsystem) wie z.B. Wärmeerzeuger evtl. inkl.
Brenner und Abgassystem sowie Regelung, Zubehör und Kleinteile, Wärmespeicher für Warmwasser und evtl. Heizung,
In der Regel alternativ: Lagerbehälter, Tankstilllegung, Erdsonde inkl. Bohrung, Anschlusskosten für Erdgas oder
Fernwärme, Solaranlage (thermisch oder photovoltaisch), Lohnkosten für (De-) Montage inkl. Elektroarbeiten.
*** vor 1986 Einfamilienhaus mit 150 m2, Erdgeschoss und Dachgeschoss beheizt, rechteckiger Grundriss und Satteldach.