ORGANISATION FOR ECONOMIC CO-OPERATION AND DEVELOPMENT (OECD)

 

engl.: Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Zwischenstaatliche Kooperationsgemeinschaft von vorwiegend Industrienationen zur Sicherung des wirtschaftlichen und sozialen Wohlstands. Die OECD wurde 1960 als Nachfolgeinstitution der Organisation for European Economic Co-Operation (OEEC) gegründet. Während die OEEC nach dem zweiten Weltkrieg als Plattform zur Koordinierung des europäischen Wiederaufbaus eingerichtet worden war, verfügt die OECD über ein breiteres Zuständigkeitsprofil. Sie dient Regierungen als Dialogforum, das die Harmonisierung nationaler Wirtschafts- und Währungspolitiken sowie die Intensivierung der Entwicklungszusammenarbeit fördern soll. Auf Grundlage von Datenerhebungen und -auswertungen werden in diesem Rahmen Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft erarbeitet. Der OECD gehören 35 Staaten an. Die Mehrheit der Mitgliedsstaaten sind entwickelte Industrieländer mit hohem Pro-Kopf-Einkommen aus Europa, Nordamerika und Asien. Da die Organisation die zahlungskräftigsten und nachfragestärksten Staaten der Welt vereint, ist sie auch für den Ölmarkt von besonderer Bedeutung. So stimmt beispielsweise die OPEC ihre Förder- und Versorgungsstrategie auf die aktuelle Entwicklung der Ölbestände der OECD-Mitgliedsstaaten ab. Ihren Sitz hat die Organisation in Paris.