VISKOSITÄT

 

Physikalische Bezeichnung für die Zähigkeit von Flüssigkeiten oder Gasen. Die Viskosität gibt somit Aufschluss über die Fließeigenschaften eines Stoffes. Abhängig vom Verwendungszweck variiert jedoch ihre Darstellungsform, sodass man auf verschiedene Messeinheiten stößt. Für technisch-physikalische Berechnungen wird auf die sogenannte dynamische Viskosität zurückgegriffen. Sie beschreibt das Verhalten und die Widerstandsfähigkeit einer Flüssigkeit, wenn diese einer Schubspannung ausgesetzt ist. Die reibungsbedingte Fließgeschwindigkeit wird in Pascal-Sekunden angegeben. In der Mineralölwirtschaft wird hingegen die kinematische Viskosität als kategorisierende Richtgröße herangezogen. Sie ergibt sich, indem man die dynamische Viskosität eines Stoffes durch seine Dichte teilt. Als Einheit werden Quadratmillimeter pro Sekunde verwendet. Generell gilt: Dickflüssige oder zähflüssige Stoffe haben eine hohe Viskosität, leichtflüssige oder dünnflüssige eine niedrige. Eine Orientierung bietet folgende Übersicht:

 

Substanz Kinematische Viskosität in mm2/s bei 20 °C
Wasser 1,066
Luft 15
Benzin 0,85
Heizöl 4,5

 

Um die Viskosität verschiedener Substanzen vergleichen zu können, sollte sie unter gleichen Bedingungen bestimmt werden. Schließlich beeinflussen externe Faktoren wie Temperatur und Druck die Fließeigenschaften eines Stoffes. Der Begriff „Viskosität“ geht auf das lateinische Wort „viscosus“ zurück, was „klebrig“ bedeutet.