NETBACK

 

engl.: Netto zurück

Ausgestaltungsvariante eines Kaufvertrages, bei welcher der finale Kaufpreis nachträglich festgelegt wird. Netback-Verträge werden vor allem im Rohöl- und Erdgashandel eingesetzt. Vertragsparteien sind so beispielsweise eine Fördergesellschaft als Verkäufer und ein Raffineriebetreiber als Abnehmer. Das Rohöl oder Erdgas wird vom Verkäufer zur Verfügung gestellt und in der Raffinerie zu brauchbaren Produkten verarbeitet, die anschließend an Endverbraucher verkauft werden. Wie viel die Fördergesellschaft für ihre bereitgestellte Ausgangsware erhält, wird anhand der Nettoerlöse der aus ihr gefertigten Produkte ermittelt, sozusagen „zurückgerechnet“. Abgezogen wird hiervon lediglich eine Marge für die Raffinerie- und Transportkosten. Netback-Verträge sichern dem Verkäufer somit einen risikofreien Gewinn, da der teure und mit finanziellen Risiken verbundene Verarbeitungsprozess ausgelagert wird. Im internationalen Ölhandel sind inzwischen preislich vorfixierte Termingeschäfte an den sogenannten Terminbörsen Standard.