RAFFINERIE

 

Anlagenkomplex, in dem Erdöl verarbeitet wird. Über Pipelines oder mit Tankern gelangt das Rohöl von der Quelle in die Raffinerie. Hier erfolgt durch Destillation, Konversion und Raffination die Aufwertung zu verbrauchsfertigen Mineralölprodukten wie Heizöl oder Dieselkraftstoff. Neben diesen sogenannten Vollraffinerien existieren mit Hydroskimming- und Schmierstoff-Raffinerien kleinere und spezialisierte Verarbeitungsstätten. Raffinerien sind meist nahe Chemieindustriezentren angesiedelt und an dortige petrochemische Anlagen gekoppelt, in denen die Nebenprodukte der Ölherstellung genutzt werden. Deutschlandweit gibt es 15 Raffinerien. Die größten befinden sich in Karlsruhe, Gelsenkirchen und Spergau in Sachsen-Anhalt. Jährlich werden dort zwischen 12 und 15 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet. Das Wort „Raffinerie“ stammt vom französischen Verb „raffiner“ für „verfeinern“.